Ich bin Ich

Einstieg

Die Teilnehmenden stehen in einem Kreis, wobei sich alle die Hände geben. In der Mitte des Kreises steht der Verkehrshut. Wenn die Leitungsperson das Zeichen gibt, ziehen alle am Kreis. Ziel ist es jemanden über den Verkehrshut zu ziehen. Berührt jemand den Hut oder übertritt ihn, scheidet er/sie aus. Reisst der Kreis, scheiden beide, die die Hände losgelassen haben, aus. Die zwei, welche am Schluss noch im Kreis sind, haben gewonnen.

Diejenigen, welche ausscheiden, können von der Leitungsperson laufend in Gruppen aufgeteilt werden.

Hauptteil

Erster Teil:

Die Teilnehmenden setzten sich in den zuvor gebildeten Gruppen mit je ca. 3-5 Personen zusammen. Jede Gruppe erhält ein Set an farbigen Stiften und ca. 20 Blätter. In der Gruppe wird eine Reihenfolge bestimmt. Die Person, welches als erste/r dran ist, geht zur Spielleitung. Diese gibt ihnen je einen Begriff. Den Begriff müssen die Personen nun an ihrem Gruppenplatz auf das Blatt Papier zeichnen. Dabei dürfen keine Worte, Zahlen, Flaggen oder Landesumrisse verwendet werden. Sobald die Gruppe den Begriff richtig erraten hat, schreibt die zweite Person diesen auf das Bild und bringt ihn der Leitungsperson. Die Leitungsperson nimmt das Bild entgegen und gibt ihr den nächsten Begriff. Und so weiter.

Das Spiel dauert so lange, bis die erste Gruppe alle Begriffe erraten hat.

 

Zweiter Teil:

Die Gruppen können nun die Bilder an der Wand aufhängen (oder am Boden auslegen). Dabei sollen die Bilder, welche dieselben Begriffe darstellen nebeneinander platziert werden.

Die Teilnehmenden sollen alle Bilder kurz betrachten. Danach wird bei allen Begriffen folgenden Fragen diskutiert:

-      Gibt es Ähnlichkeiten zwischen den Bildern, welche für denselben Begriff stehen? Gibt es ein Merkmal, welches (fast) alle gleich haben? (Mit diesen Fragen werden Stereotypen erkannt)

-      Entspricht es der Realität, dass diese Merkmale alle Menschen, welche dieser Bevölkerungsgruppe angehören, haben?

Klebt ein grünes Post-it auf das Merkmal, wenn es für alle zutrifft und ein blaues, wenn nicht.

Ausstieg

Die Teilnehmenden überlegen sich kurz, was sie besonders ausmacht. Z.B. etwas das an ihnen ganz speziell ist, eine Eigenschaft, die ihnen wichtig ist, etwas das sie besonders gerne haben, etwas das sie besonders gut können...

Wenn sie sich für etwas entschieden haben, suchen sie nach Gegenständen oder basteln sich etwas, was dies besonders gut darstellt. Sobald sie etwas gefunden oder gebastelt haben, wird ein Gruppenfoto mit diesen Gegenständen gemacht. Wenn sie wollen, können auch von allen Teilnehmenden Einzelfotos gemacht werden.

Das Gruppenfoto bringen die Leitungspersonen für die nächste Gruppenstunde mit (entweder als grosses Plakat für den Gruppenraum und/oder als kleines eingerahmtes Foto für alle Teilnehmenden einzeln). Beim Foto soll dieser oder ein ähnlicher Spruch stehen:
„Wir sind alle JublanerInnen und doch so unterschiedlich“.

Material

  • Verkehrshut (oder sonst etwas zur Markierung)
  • Pro Gruppe ein Set an farbigen Stiften
  • Pro Gruppe ca. 20 A4 oder A5-Blätter
  • Liste mit Begriffen
  • Klebeband
  • Grüne und gelbe Post-it (oder Kleber)
  • Bastelmaterial (farbiges Papier, Stifte, Klebeband, Schnur, Karton...)
  • evt. Verkleidungsmaterial
  • Fotoapperat

Bemerkungen

  • Bei grossen Altersdifferenzen mehrere Gruppen nacht Alter machen
  • Mögliche Begriffe:
  • Tourist, JublanerIn, Kind, Schweizer, Mann, Frau, AlbanerIn, BauarbeiterIn, AfrikanerIn, MuslimIn, FreundIn, ManagerIn, Deutsche/r, ItalienerIn, ChristIn, alter Mann/alte Frau, KellnerIn, Flüchtling, Chinese/Chinesin, Homosexuelle/r, PfadfinderIn, InderIn, SchülerIn, BasketballerIn, TänzerIn, AmerikanerIn, SpanierIn, Mann oder Frau mit einer Behinderung...
  • Die Begriffe sollten an die Altersgruppe der Teilnehmenden angepasst werden. Sie sollten aber trotzdem immer Personen beschreiben und dürfen stereotypische Zuschreibungen provozieren.
  • Variante:
  • Um den ersten Teil etwas aktiver zu gestalten, können die Gruppen etwas weiter entfernt von der Leitungsperson platziert werden. Man kann den Teilnehmenden auch ein paar Hindernisse in den Weg legen (z.B. alle müssen zuerst zweimal eine Treppe hoch und runter rennen oder drei Liegestützen machen, bevor sie den nächsten Begriff erhalten). Bei dieser Variante ist es aber wichtig, dass bei jeder Gruppe eine Leitungsperson sitzt, um zu kontrollieren, dass der/die Zeichnende den Begriff nicht verrät.
  • Wenn das Foto erst bei der nächsten Gruppenstunde mitgebracht werden kann, sollte man die Teilnehmenden nochmals daran erinnern, was sie vor dem „Fotoshooting“ gemacht haben. Dafür können z.B. die Bilder vom Cultionary nochmals gezeigt werden.

Alter

5 - 7 Jahre
8 - 11 Jahre
12 - 14 Jahre
15 - 16 Jahre
17+ Jahre

Spielbar

Drinnen
Draussen

Spielart

Bewegt
Ruhig
Kreativ
Gesprächig

Kategorie

Spiel & Sport
Gestalten
Gruppengeist
Jubla-Wissen

Gruppengrösse

5 - 30 Kinder

Zeit

1 Stunden - 4 Stunden

Bewertung


3.0 Sterne (1 Bewertung)

Autor

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